20.06.2015: Besprechung im Büro des Regierungspräsidenten

+++ Bild verschenkt, Frieden geschlossen +++

Am Montag besuchten A. Werner und J. Lohrengel den Regierungspräsidenten Walter Lübcke und den Pressesprecher Michael Conrad im Regierungspräsidium.
Die Vorwürfe der Freiheitsberaubung, Verleumdung und des Diebstahles konnten zwar, wie es A. Werner ausdrückt „nicht aus der Welt geredet werden“, man habe sich aber letztlich aussprechen können. Der Regierungspräsident gab an, in vorherigen Telefonaten mit Beauftragten des Innenministeriums und den weiteren, hessischen Regierungspräsidien überzeugt garantiert zu haben, dass „alles unter Kontrolle sei“. „Der Herr Lübcke und ich sind in gewisser Weise vom selben Schlag Mensch“, erläutert der Exekutor. In gemütlicher Männerrunde hätten sich Differenzen schnell aufgelöst.

Nach dem das Gesamtkunstwerk in den vergangenen Wochen von den MitarbeiterInnen der Behörde mehrfach beschenkt worden war, hatte ein Student der Kunsthochschule, im Folgenden 'der Entspannungsbeauftragte des bürokratrischen Kunstwerkes', D. von Bothmer, ein Portrait des Regierungspräsidenten gemalt.
Darauf zu sehen sind neben dem direkten Abbild Lübckes Objekte und Orte, mit denen sich der Regierungspräsident identifiziert. Er wolle einfach, dass sich alle vertragen, hatte der Entspannungsbeauftragte im Vorfeld der Verhandlungen immer wieder betont. Er sei überzeugt: Kunst könne alle Differenzen überwinden.

Der Exekutor nutzte das Bildnis für eine, wie er es nennt, 'sanfte Bestechung'. Gemeinsam hätten sich der Regierungspräsident und er darauf geeinigt, ein Foto mit Gemälde auf der Hessenseite der im RP installierten Flaggen zu machen. DVBs Bild sei nun fester Bestandteil des regierungspräsidentischen Büros.
„Am Ende waren wir uns einig: Die Interventionen 2016 finden statt“, fasst der Exekutor zusammen.

Interventionen +1: Der Exekutor im Einsatz

+++ HAHN RECHTMÄßIG ZURÜCK +++

Der 29.05.2015 markierte für die MitarbeiterInnen des Regierungspräsidiums Kassel das Ende der diesjährigen Interventionen. Für die Künstlerin und den Exekutor standen jedoch noch abschließende Aktionen aus.
Da nur vier MitarbeiterInnen das Ende der Interventionen beantragt hatten, sei Ende, wenn die Bürokratrie das Ende beschließe, hieß es.

Die Rückgabe des Objektes Hahn erfolgte durch den Exekutor persönlich, der es zu diesem Zweck erneut auf sich nahm, in den Garten des Regierungspräsidenten einzudringen.
„Es ging nie darum, dem Regierungspräsidenten auf Dauer seinen geliebten Hahn wegzunehmen“, erklärt A. Werner.
Das Objekt sei jetzt wieder an seinem rechtmäßigen Standort, garantiert der Diener des Gesamtkunstwerkes.

29.05.2015: Ketten gesprengt

+++ BEFREIUNG +++

Im Zuge einer letzten Machtdemonstration der Kunst verschlossen A. Werner und sein aktivistisches Team den Haupteingang des Regierungspräsidiums.
Die Kritik der Bürger, sowie der Mitarbeiter der Behörde war in den vorherigen Wochen vor Allem, dass die Angestellten wichtige Arbeitszeit verloren hätten, in dem sie zu einer Beschäftigung mit der Kunst gezwungen wurden.

Da die Künstlerin die korrekte Ausführung des deutschen Gesetztes respektiert, sollte den arbeitswütigen MitarbeiterInnen die kostbare Zeit zurückgegeben werden.

In einem Akt der Selbstbefreiung durchbrach das Regierungspräsidium den Kunstzwang:
Der Hausmeister durchschnitt die metallenen Ketten mit einem Bolzenschneider.

28.05.2015: 20€ für Pro Asyl

+++ A. WERNER SCHÜTTELT HÄNDE +++

20 Euro kassierte A. Werner im Regierungspräsidium Kassel. „Vier MitarbeiterInnen waren so couragiert, die Bearbeitungsgebühr zu bezahlen“, berichtet der Exekutor.
Per Handschlag verabschiedeten sich einige MitarbeiterInnen von ihrem Begleiter. Eine MitarbeiterIn des Veterinäramtes hatte sich außerdem in eigener Mission über den Diener des Gesamtkunstwerkes informiert: A. Werner machte Jahre vor seiner Berufung zum Gesamtkunstwerk eine Ausbildung im Rathaus Immenhausen, außerdem studiert er eigentlich Wirtschaftswissenschaften. „A. Werner ist wesentlich bürokratrischer als viele Regierungspräsidiums-MitarbeiterInnen“ heißt es jetzt auch von offizieller Stelle aus.

27.05.2015: MitarbeiterInnen kritisch

+++ BEARBEITUNGSGEBÜHREN?! +++

Die MitarbeiterInnen des Regierungspräsidiums hinterfragen den Sinn und Zweck von Bearbeitungsgebühren. A. Werner fasst zusammen: „Das Gesamtkunstwerk bewegt sich in eine chaotische Richtung. Angestellte einer Behörde möchten keine 5 Euro bezahlen, um das Ende der Interventionen zu beantragen.“
Das Gesamtkunstwerk reagiert: Der Betrag wird zum Ende der Ausstellung an Pro Asyl gespendet. Pro Asyl engagiert sich aktuell für Seenotrettung statt einem Ausbau des Grenzschutzes.

27.05.2015: Antrag auf Beendigung der Interventionen 2015

+++ A. WERNER DIESE WOCHE BESONDERS AKRIBISCH +++

Die sechste Aufgabe konnte heute erfolgreich angebracht werden. "Das Gesamtkunstwerk benötigt in dieser Woche meine besondere Aufmerksamkeit", teilt Exekutor A. Werner mit.
Der Ausgleich von Ordnung und Chaos sei vor Allem in der Woche vor Ausstellungsabbau elementar wichtig, um das sensible Gleichgewicht korrekt einhalten zu können.

26.05.2015: Adressnennung des Regierungpräsidenten

+++ BEHÖRDENSPITZE BEDAUERT ADRESSNENNUNG +++

Behördenspitze äußert sich zu den Vorwürfen des Regierungspräsidiums, die Adressnennung des Regierungspräsidenten könne Gewalt provozieren.
Bürokratriepräsidentin I. Paehr bedauert die Adressnennung des Regierungspräsidenten. Das Video sei eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte, hieß es in den vorherigen Tagen von Seiten des RP. Die nächtliche Entführungsaktion des Objektes Hahn hatte zu Beschwerden beim Rektor der Kasseler Kunsthochschule geführt.
„Die Adressnennung geschah beiläufig und ist kein Aufruf zur Gewalt“, stellt I. Paehr klar.
Sie bittet das Regierungspräsidium Kassel um Verständnis. Das Regierungspräsidium sei selbst mit Vorwürfen konfrontiert, die das nächtliche Abholen von Menschen, deren Bleiberecht abgelehnt worden sei, beträfen. Die Argumentation, dass sich dies auf Grund von weltweiten Zeitverschiebungen und Grenzöffnungszeiten nicht vermeiden ließe, zeige, dass es manchmal Faktoren gäbe, die nicht in der Macht der lokalen Ausführenden lägen.
Es wäre sicherlich besser gewesen, das Objekt Hahn angekündigt und an einem nicht privaten Ort in Empfang zu nehmen, so Paehr. Die Behörde Bürokratrie kümmere sich um die Neutralisierung des Videos.



26.05.2015: Antrag auf Beendigung der Interventionen 2015

+++ HAHN KANN BEANTRAGT WERDEN +++

Das Objekt Hahn befindet sich weiterhin unter den durch die Bürokratrie konfiszierten Gegenständen. Diese Woche haben die MitarbeiterInnen des Regierungspräsidiums die Möglichkeit, die Beendigung der Interventionen 2015 zu beantragen.
A. Werner wird sich um die Zustellung der Formulare und den Einzug einer geringen Bearbeitungsgebühr von 5 Euro kümmern. Desweiteren kann der Wunsch nach Rückgabe des Objektes Hahn an den Regierungspräsidenten angekreuzt werden.

25.05.2015: Beschwerden

+++ DIENSTWEG +++

„Frau Paehr wurde sowohl per Mail als auch über die durch mich übermittelten Videos dazu aufgefordert, das Video der Aktion Hahn aus dem Netz zu entfernen“, berichtet der Exekutor.
Die Adressnennung des Regierungspräsidenten sei der Grund.
„Die Künstlerin findet dies zwar nachvollziehbar, gibt aber zu bedenken, dass das Gesamtkunstwerk regelbasiert ist. Eine Beschwerde an den Rektor der Kunsthochschule ist in diesem Fall nicht der Amtsweg“, fasst er zusammen.

22.05.2015: Tag der Befreiung?

+++ WACKELPUDDING FÜR DEN CHEF +++

Am Freitag zog A. Werner begleitet von Koch A.Lilleson und Fotograf J. Lohrengel mit 50 kg Wackelpudding durch das Regierungspräsidium, um die Solidarität der MitarbeiterInnen gegenüber ihrem Vorgesetzten auf die Probe zu stellen. „Das Gesamtkunstwerk fordert eine klare Positionierung der Angestellten“, so Werner.
Er wies die MitarbeiterInnen an, den Pudding zu verzehren, um den darunterliegenden Hahn zu befreien, der nur nach erfolgreicher Aufgabenbewerkstelligung zurückgegeben werden kann. „Ich habe viele aufgeschlossene Mitarbeiterinnen angetroffen“, sagte der Exekutor. „Gerade die Damen verhielten sich dem Präsidenten gegenüber loyal.“
Das Gesamtkunstwerk sei außerdem wiederholt beschenkt worden, diesmal mit dem Bild eines Bierglases.
Auch schwierige Dezernate verhielten sich betreffs der Befreiung des Hahnes engagiert: Das Veterinäramt käme Dr. Lübckes Wunsch nach kreativen MitarbeiterInnen nach, schlussfolgerte A. Werner in Betrachtung der Mitarbeitercollage nahe der visuellen Platzhalter des Exekutors.
Trotz all des Lobes riet der Diener des Gesamtkunstwerkes zum Innehalten. Viele MitarbeiterInnen seien nicht im Gebäude gewesen, manche hätten ihre Mitwirkung aus nichtigen Gründen verweigert. Der Exekutor vermutet, die SPD – CDU Teilung des Gebäudes habe zur Verweigerung der Solidarität gegenüber dem Regierungspräsidenten beigetragen.
Besonderer Dank gebührt laut Exekutor der Pizzeria San Marino, in deren Kühlkeller sich der Wackelpudding über Nacht verfestigte.





18.05.2015: Aktion Hahn

+++ AKTION HAHN +++

Am Wochenende entwendete A. Werner das Objekt Hahn aus dem Vorgarten des Regierungspräsidenten und präsentierte es ihm am Montag Vormittag in seinem Büro. Herr Lübcke hatte sich gegenüber der Presse in der vorherigen Woche das Gesamtkunstwerk betreffend positiv geäußert.
Um Herrn Lücke bei seinem Ziel, kreative MitarbeiterInnen im Hause zu haben, beizustehen, wird das Objekt Hahn in dieser Woche genutzt, um die Kooperationswilligkeit der MitarbeiterInnen gegenüber ihrem Vorgesetzten zu prüfen. Begleitet wurde A. Werner von MitarbeiterInnen des Hessischen Rundfunks, die von einer Veröffentlichung des Materials jedoch absahen.

13.05.2015: A. Werner verabschiedet Mitarbeiter

+++ WERNER GANZ PRIVAT +++

Das Versprechen, während der Interventionen den MitarbeiterInnen des Regierungspräsidiums Kassel beiseite zu stehen, stellte A. Werner wiederholt unter Beweis.
Am Mittwoch verabschiedete er mit seinem Team in einer kleinen Rede einen Mitarbeiter des Präsidiums in den Ruhestand. „Es war ein ganz besonderer Moment“, berichtet Werner. Er hätte dem Mitarbeiter gerne ein tätowiertes Andenken in Form eines 'Interventionen15' an einer Körperstelle seiner Wahl mit auf den Weg gegeben.
Einzig die Skepsis einiger Mitarbeiter hätte die Stimmung an diesem Nachmittag getrübt: Die Feier sei privat, hieß es.
Werner hingegen scheut den privaten Kontakt zu den Mitarbeitern nicht. „Für mich gibt es keine Grenze. Mein Job hört nicht einfach auf“, erläutert er.


13.05.2015: Haubitze

+++ GESAMTKUNSTWERK BESCHENKT +++

Als A. Werner mit seiner Aktivistengruppe um A. Nikolic Interesse an dem Foto einer Panzerhaubitze 2000 zeigt, ist der entsprechende Mitarbeiter bereit, das Bild im Interesse des Gesamtkunstwerkes zu verschenken.
„Herr G. schätzt das Gesamtkunstwerk und möchte etwas zurückgeben“, sagt Werner. „Mir selbst ist das Modell bekannt. Dieser Panzer wird beispielsweise in Afghanistan eingesetzt. Er ist für fünf Soldaten ausgelegt, aber auch mit einer Minimalbesatzung von drei Personen kampffähig.“
Freunde des Mitarbeiters, die bei Krauss-Maffei Wegmann tätig seien, hätten das Modell für einen Kollegen verschönert, erklärte der Mitarbeiter. Zu Erklärungszwecken gibt es hier ein Video.


13.05.2015: Reden ist Silber

+++ KUNSTTHERAPIE WIRKT +++

A. Werner, A. Nikolic und ihr Team aus frisch ausgebildeten Kunsttherapeutinnen besuchte gestern das Regierungspräsidium Kassel, um gegen die dort herrschende Kunstaversion anzugehen.
Jüngst hatten sich die MitarbeiterInnen bei der HNA über das Gesamtkunstwerk beschwert und die Fronten somit drastisch verstärkt. „Ich glaube nicht daran, einfach nur zu reden“, erklärt Werner. Damit ließen sich konkrete Probleme nicht lösen. „Wenn ich im Präsidium auftauche, schließen die Mitarbeiterinnen automatisch ihre Türen. Wie soll ich so arbeiten?“
Stattdessen beschlossen er und sein Team, die MitarbeiterInnen des Präsidiums zu beschenken. „Wir wollten den Mitarbeiterinnen auch nach den Interventionen eine Möglichkeit bieten, an ihrem Kunstverständnis zu arbeiten“, so der Tenor der Gruppe.
Ausgestattet mit Kameras, Tonaufnahmegeräten und einer Tätowiermaschine zogen sie durch das Gebäude.
„Interventionen 2015“ steht mittlerweile auf dem Arm eines kooperativen Mitarbeiters.
„Dieser vorbildliche Mann nimmt für seine Liebe zum Gesamtkunstwerk Schmerzen in Kauf“, lobt der Exekutor.





13.05.2015: Presse unterstützt Gesamtkunstwerk

+++ MITARBEITER BESCHWEREN SICH BEI PRESSE +++

HNA-Journalist V. Polier berichtet über die jüngsten Ereignisse im Regierungspräsidium.
Mitarbeiter hatten sich an die Presse gewandt, um ihrem Unmut über das Gesamtkunstwerk Luft zu machen.
Die Reaktionen auf die Berichterstattung in Form von Kommentaren auf der Facebookseite der HNA fielen Unterschiedlich aus. Zwischen vor Kunsthass strotzenden Äußerungen und Nazi-Vergleichen fasst Daniel Emilio zusammen:
„Ich kann beide Parteien verstehen.“
Indes berichteten Faz.net, t-online.de, focus.de, fuldaerzeitung.de, hr-online.de und op-marburg.de




11.05.2015: Anbringung der vierten Aufgabe

+++ THERAPIE +++

Montag früh brachte A. Werner pünktlich zum Wochenstart die neue Aufgabe im Regierungspräsidium an. Diese Woche werden MitarbeiterInnen, die angegeben haben, ein schwieriges Verhältnis zur Kunst zu haben oder von I. Paehr und A. Werner in den Mitarbeiterprofilen so eingeschätzt wurden, von durch A .Werner ausgebildeten Kunsttherapeuten besucht. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, um die Kunstaversion überwinden zu können.

08.05.2015: Platzhalter werden montiert

+++ VERHÄLTNISMÄßIGKEIT +++

Gemäß seiner ehrenhaften Verpflichtung zum Schutze des Gesamtkunstwerkes führte A. Werner die Anbringung seines visuellen Platzhalters gewissenhaft aus.
Die Anzahl der Plakate stand im direkten Verhältnis mit den negativen Durchschnittspunktzahlen der einzelnen Dezernate. Er brachte Plakate auch dort an, wo viele Mitarbeiter, vermutlich auch die Verweigerer, zu Gange sind. Sein Gesicht soll die MitarbeiterInnen stets an ihre Pflichten gegenüber der Kunst erinnern.

08.05.2015: Weitere Untersuchungen vor Ort

+++ LOB UND TADEL +++

Auch gestern fand Werner im Regierungspräsidium überwiegend kooperative Mitarbeiter vor. „Einige Mitarbeiter hatten die Haarproben bereits vorbereitet“, lobt der Exekutor. Für die Verweigerer habe er Anweisungen aus dem Ausland erhalten, bei deren Durchführung es kein Zögern gäbe.

06.05.2015: Einzelne Dezernate fallen negativ auf

+++ KAMERAVERBOT?! +++

Die MitarbeiterInnen des Veterinäramtes haben Schilder gegen den künstlerischen Gebrauch von Kameras aufgehangen. Selbstverständlich wird sich dieses dem Gesamtkunstwerk gegenüber unkooperative Verhalten nicht nur in schlechten Punktzahlen in den Mitarbeiterprofilen niederschlagen, sondern auch bei der Installation visueller Platzhalter des Exekutors ausschlaggebend sein.
„Die Kamera ist eine künstlerische und technische Errungenschaft der Moderne“, fasst A. Werner zusammen.
„Das Gesamtkunstwerk bedient sich keiner Fiktionen, es ist faktenbasiert. Dass gegen unkooperatives Verhalten angegangen werden muss, ist ein Fakt.“

06.05.2015: Profilvervollständigungen

+++ FORMULARE AUSGEFÜLLT +++

A. Werner und J. Lohrengel waren heute im Präsidium aktiv. Zwar wären nicht alle MitarbeiterInnen an ihren Arbeitsplätzen anzutreffen gewesen, die Anwesenden hätten sich aber kooperationsbereit gezeigt.
„Durch die Formulare können wir einen tieferen Einblick in das Denken der Angestellten erlangen und das Gesamtkunstwerk optimal verteidigen“, erklärte Werner am Telefon. Auch die nötigen Haarproben konnten problemlos erwirtschaftet werden. Der Exekutor ist von der Vernunft der heute angetroffenen MitarbeiterInnen beeindruckt.

05.05.2015: Kunstbetrachtung

+++ KUNST MUSS SEIN +++

Die MitarbeiterInnen des Regierungspräsidiums werden dringend dazu aufgefordert, sich die Interventionensausstelung anzusehen. A. Werners detaillierte Kontrollen der Kunstwerke resultierten in postiven Bewertungen.

04.05.2015: Neue Aufgabe und Altlasten

+++ WOCHE 3 STARTET +++

Die Auswertung für die Aufgabe der letzten Woche ist im Gange, während die neue Aufgabe bereits im Regierungspräsidium angebracht wurde. Die MitarbeiterInnen werden ab morgen in ihren Büros besucht, um einen Selbsteinschätzungbogen zu ihrem Kooperationsverhalten auszufüllen. Dieser wird benötigt, um die bereits angelegten Mitarbeiterprofile zu komplettieren.
Zur Vervollständigung dieser wird außerdem eine Haarprobe aller Mitarbeiter eingefordert. Sollten Dezernate verweigern, werden dort visuelle Platzhalter des Exekutors installiert.

29.04.2015: Zustellungsverzögerung

+++ SABOTEURE AM WERK +++

Unbekannte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verzögerten die Zustellung der Aufgabe über das Intranet.
Nur durch das beherzte Eingreifen kunstfreundlicher Kollegen war es möglich, die MitarbeiterInnen des Präsidiums dennoch zu informieren. Es besteht der dringende Verdacht, dass die unbekannten Torpedierer verhindern wollten, dass die Angestellten sich offiziell zum Gesamtkunstwerk bekennen.
Noch nicht geklärt ist, ob jene Saboteure ein generell gestörtes Verhältnis zur Kunst haben oder ob sie das Gesamtkunstwerk für eigene Zwecke nutzen wollten, so dass im Zuge ihres Racheaktes nach Ablauf der Frist jene Namen von Kolleginnen online gestellt würden, die sich in informiertem Zustand selbstständig zum Gesamtkunstwerk bekannt hätten.

27.04.2015: Anbringung der neuen Aufgabe

+++ AUFGABE: BEARBEITEN +++

Die neue Aufgabe wurde von A. Werner erfolgreich angebracht.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Regierungspräsidiums wurden zudem per Intranet benachrichtigt.

24.04.2015: Mitarbeiter verweigern

+++ DIENST UND PFLICHT +++

Ein Mitarbeiter verweigert nötige Schritte zur erfolgreichen Umsetzung des Gesamtkunstwerkes.
Die Rede ist von Dienst, von Pflicht, davon, nur das zu tun, was vorgeschrieben und bezahlt wird.
Die dieswöchige Aufgabe bezieht sich genau auf dieses Versteckspiel hinter Ämtern und Titeln: Die MitarbeiterInnen müssen Facebook Likes generieren, um sich dem Gesamtkunstwerk mit ihrer Person zu öffnen.
Anderenfalls werden die Namen der Verweigernden öffentlich gemacht.


24.04.2015: Exekution

+++ KONTROLLE: EMPÖREND +++

Wie angekündigt, kontrollierte A. Werner mit Fotograf J. Lohrengel und Dokumentarfilmer K.Bannat die Umsetzung der ersten Aufgabe. Die Mitarbeiter des Regierungspräsidiums waren dazu angehalten, sich Zitate als Bildschirmhintergrund einzurichten, die Werner in der vorherigen Woche bei stichprobenartigen Interviews notiert hatte.
"Leider sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Präsidiums der korrekten Umsetzung des Gesamtkunstwerkes gegenüber unkooperativ", fasst Werner nach der Exekution zusammen.
Viele hätten weder die Ausstellung, die Arbeiten von KunsthochschulstudentInnen im Regierungspräsidium zeigt, angeschaut, noch die Website aufgerufen, deren URL an ihren Türen befestigt worden war.
"Besonders empörend war, dass sich verschiedene Mitarbeiter hinter ihren Pflichten versteckt haben", sagt Werner.
Die Argumentation sei gewesen, dass eine Auseinandersetzung mit der Kunst nicht zur Dienstpflicht gehöre und daher abgelehnt werde. A. Werner musste zahlreiche, rote Gaffa-X auf den Bürotüren hinterlassen.
Nur durch sein kompromissloses Eingreifen konnte das gefährliche Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos, welches Hauptbestandteil der korrekten Ausführung des Gesamtkunstwerkes ist, aufrecht erhalten bleiben.




Eröffnung Interventionen: A. Werner in Aktion

+++ AUSSTELLUNG ERÖFFNET +++

Die Interventionen 2015 sind eröffnet.
Im Regierungspräsidium Kassel sind vom 22.04. bis zum 29.05.2015 Arbeiten von Kunsthochschulstudentinnen und -studenten zu sehen. A. Werner untersuchte die Ausstellung eingehend und stufte sie als 'sehr gut' ein. Es war ihm möglich, mit vielen BesucherInnen in Kontakt zu treten und Kunst als Konzept zwischen Ordnung und Chaos zu diskutieren. Einige Angestellte des Regierungspräsidiums mussten als 'nicht anwesend' notiert werden.

Eröffnung Interventionen: Veröffentlichung der Zitate

+++ ZITATE ONLINE +++

A. Werner interviewte in der letzten Woche die MitarbeiterInnen des Regierungspräsidiums.
Auszüge aus den Gesprächen sind hier zu lesen. "Ich fand es interessant, mit den MitarbeiterInnen in Kontakt zu treten. Die Kooperationsbereitschaft war hoch, nur einmal musste ich mir anhören, das Büro würde zur kunstfreien Zone erklärt." Bei den Zitaten handelt es sich um die Bilder, die die MitarbeiterInnen als Bildschirmhintergründe installieren sollen. Die Auswertung der Gespräche dürfte nicht nur für die Künstlerin interessant sein. Vielleicht findet der/die Eine oder Andere etwas über die Kollegen heraus, was vorher nicht bekannt war. Die MitarbeiterInnen werden zur Erfüllung der Aufgabe gebeten, das PDF im Downloadverzeichnis herunterzuladen.

22.04.2015: Werner baut auf

+++ AUFBAU: POSITIV!!! +++

Beim Aufbau des Bilderrahmens, der die MitarbeiterInnen in den kommenden Wochen über Aufgabenstellungen informiert, reagierten die Angestellten hilfsbereit.
Lediglich eine Mitarbeiterin musste auf Grund von Äußerungen, die dem Gesamtkunstwerk schaden, auf die rote Liste gesetzt werden. Auf den von Josh Lohrengel angefertigten Fotografien ist Werner beim Ahnden von Falschäußerungen auf dem Namensschild zu sehen. "Auch heute Abend wird es viel zu tun geben", mutmaßt Werner.

22.04.2015: Anbringung der QR-Codes

+++ QR-CODES ANGEBRACHT +++

Die Anbringung der QR-Codes im Gebäude war erfolgreich.
"Es gibt keine Ausreden. Alle sind informiert", sagt Werner. Ihm seien amüsante Anbringungen an den Türschildern aufgefallen. "Einen gewissen Humor kann ich den Angestellten nicht absprechen."

14.04. bis 20.04.2015: Inspektion der Parkplätze

+++ AUTOKONTROLLE: MANGELHAFT!!! +++

A. Werner bezeichnet seine Kontrollen des korrekten Parkverhaltens als niederschmetternd.
In der Kunst und beim Einparken käme es auf Präzision an, so der Diener des Gesamtkunstwerkes. Dergleichen hätte er auf dem Parkplatz vor dem Regierungspräsidium nicht erkennen können. Hervorzuheben sei die Mitarbeiterin, die das silbere Auto eingeparkt hat. Die Angestellten sollten sich dieses hervorragende Parkverhalten als Vorbild nehmen und an ihren Fähigkeiten arbeiten.
Verwunderlich gewesen sei ein Farbeimer am Rande des Parkplatzes.

14.04.2015: Kaffeepause im Regierungspräsidium Kassel

+++ AUSGEZEICHNETER ORANGENSAFT +++

Der Orangensaft des Regierungspräsidiums Kassel ist laut A. Werner ausgezeichnet.
In den Pausen werde hier eine Kaffeekultur gelebt, die man sonst kaum noch finden könne. "Ein Kaffee zwischendurch fördert die Arbeitsmoral", erklärt ein freundlicher Mitarbeiter. Der einzige Makel sei, so Werner, dass die ordentlich geschmierten Brote der Sonne ausgesetzt würden. Auch sei es fraglich, ob die Verwendung von Frischhaltefolie dem Naturschutz zuträglich sei.